Wort des Pfarrers zum Sonntag

Aschermittwoch

…mitten in der woche

nach der ausgebrannten freude

der alltag hat uns wieder

und wir sitzen erschöpft

am tisch der sehnsucht

…mitten im leben

erfüllt mit ausgeglühten erwartungen

unsere luftschlösser

liegen in schutt und ASCHE

wollen wir reinen tisch machen

…mitten im tod auf aschfahler stirn

flammt plötzlich eine lichtspur auf

eine glut aus der ASCHE

und zeichnet ein kreuz

…mitten im auftischen

mit zittrigen händen

hören wir deinen namen, herr

wie leben und wahrheit

ähnlich wie hoffnung

jenseits des todes

und lassen uns dein zeichen

auf die stirn prägen

(Helmut Loder)

Wie kraftvoll auch die Flammen

aufsteigen vor dem Blick,

sie sinken doch zusammen,

und Asche bleibt zurück.

So muss die Größe enden,

die alle staunend sehn,

und nach dem grellsten Blenden

in Sand und Staub zergehn.

Ich bringe meine Aschen,

mein Scheitern, meinen Wahn.

Wer kann mein Leben waschen,

wer nimmt die Scherben an?

Ich sage Ja zum Zeichen,

das Jesus auferlegt,

und lasse mich bestreichen

mit Staub, der auferweckt.

Herr, mache das Verbrannte

zum Nährstoff neuen Glücks,

die Schuld, die ich erkannte,

zur Kehre des Geschicks

und vierzig Tage Fasten

zum Übungsweg im Geist,

zum hoffnungsvollen Tasten

nach dem, was du verheißt.

(Aschermittwochslied von Peter Gerloff)